Wenn ein Talent aus Marokko, Tunesien oder Kenia am Flughafen ankommt, ist der schwierigste Teil unserer Arbeit noch nicht vorbei. Er fängt gerade erst an.
Bis dahin ist vieles planbar: Sprachkurs, Anerkennung, Botschaftstermin, Visum, Arbeitsvertrag. Was danach kommt, steht in keiner Akte. Die erste Wohnung. Das erste Behördenschreiben. Der erste Dienstplan, der anders gelesen wird als zu Hause. Der erste Winter, in dem es um halb fünf dunkel wird. Der erste Moment, in dem jemand am Telefon sitzt und merkt, wie weit weg die eigene Familie ist.
Genau für diese Phase schaffen wir eine neue Stelle. Wir suchen eine Integrationsmanagerin oder einen Integrationsmanager für unser Team in Köln.
Worum es in dieser Rolle wirklich geht
Du begleitest unsere Talente durch den deutschen Teil ihres Weges – vom Moment der Einreise bis zu dem Punkt, an dem sie hier wirklich angekommen sind. Nicht als Sachbearbeitung, sondern als fester Mensch an ihrer Seite.
- Du bist erste Ansprechperson für die Talente, die wir vermittelt haben – auf Deutsch, in einfacher Sprache, mit Geduld.
- Du hilfst beim Ankommen: Anmeldung, Bankkonto, Krankenkasse, Wohnung, Kita-Platz, Arztsuche.
- Du hältst den Kontakt zu den Einrichtungen und merkst früh, wenn es irgendwo hakt – meistens lange bevor es jemand ausspricht.
- Du begleitest die letzten Schritte der Berufsanerkennung und die Anpassungsqualifizierung.
- Du moderierst, wenn Erwartungen auseinandergehen: zwischen Team, Leitung und Talent.
- Du bleibst dran, auch wenn es unbequem wird. Nach drei Wochen ruft jeder an. Nach fünf Monaten ruft kaum noch jemand an – und genau dann wird der Anruf gebraucht.
Was du mitbringen solltest
Uns ist ehrlich gesagt wichtiger, wie du mit Menschen umgehst, als welchen Abschluss du hast. Trotzdem hilft einiges:
- Eine Ausbildung oder ein Studium im sozialen Bereich – Soziale Arbeit, Sozialpädagogik, Pflege, Migrationsberatung. Oder eine Biografie, die dich genauso qualifiziert.
- Echte Empathie. Nicht die freundliche Variante am Telefon, sondern die, die aushält, wenn jemand weint.
- Sehr gutes Deutsch. Englisch oder Französisch sind ein großer Vorteil, Arabisch ebenso.
- Organisationstalent. Du wirst gleichzeitig Formulare, Termine und Gefühlslagen im Blick haben.
- Ein Führerschein hilft, weil du auch zu Einrichtungen fährst.
Und wenn du selbst erlebt hast, wie es ist, in einem neuen Land Wurzeln zu schlagen: Dann bring das mit. Es ist in dieser Rolle kein Randdetail, sondern der Kern.
Was wir bieten
- Eine sehr gute Bezahlung. Wir wissen, dass soziale Arbeit chronisch unterbezahlt ist. Bei uns ist sie es nicht – über die konkrete Zahl sprechen wir offen im ersten Gespräch.
- Unbefristet, in Vollzeit, mit flexiblen Arbeitszeiten und der Möglichkeit, teilweise remote zu arbeiten.
- Ein kleines Team in Köln, das schnell entscheidet und dich nicht durch drei Ebenen schickt.
- Arbeit, deren Ergebnis du siehst. Du erfährst, wie es weitergeht – nicht nur, dass ein Fall abgeschlossen wurde.
Warum uns diese Stelle so wichtig ist
Eine Vermittlung ist nicht dann gelungen, wenn ein Vertrag unterschrieben ist. Sie ist dann gelungen, wenn jemand nach zwei Jahren immer noch da ist – und gerne da ist.
Der Unterschied zwischen diesen beiden Ergebnissen ist selten fachlicher Natur. Er entsteht in den ersten Monaten, und er entsteht durch Menschen, die zuhören. Deshalb besetzen wir diese Stelle nicht nebenbei, sondern mit voller Aufmerksamkeit.
Klingt nach dir? Dann schreib uns – ein Lebenslauf reicht, ein Anschreiben brauchen wir nicht. Erzähl uns stattdessen in ein paar Sätzen, warum dich gerade dieser Teil der Arbeit interessiert. Wir melden uns innerhalb einer Woche.
info@carecompasscomatchs.de · Care Compass Comatchs, Köln
